Goldener Guller 2019

Bereits seit 2011 hat die Narrenzunft Rottweil mit der Polizei, der Stadt Rottweil, der Suchtberatung und den weiterführenden Schulen ein Aktionsbündnis zum Thema Alkoholprävention bei Jugendlichen gegründet. Ziel ist es, bei größeren städtischen Veranstaltungen eine Eindämmung möglicher alkoholischer Exzesse und der damit verbundenen Probleme zu erwirken. Dies soll aber nicht durch ein striktes Verbot, sondern durch die Sensibilisierung der Jugendlichen für das Thema Alkohol gelingen.

Das Aktionsbündnis setzte daher vor 8 Jahren einen ersten Akzent als alle Einzelhändler in Rottweil um Mithilfe beim nur eingeschränkten Verkauf von Alkoholika am Schmotzigen gebeten wurden. Im letzten Jahr nun lobte die Sinngemeinschaft zum wiederholten Male den Kommunikations- und Medienpreis „Der Goldene Guller“ aus. Der  Goldene Guller  würdigt Plakate und Kurzfilme, die den achtlosen Umgang mit Alkohol und Drogen an den Fasnetstagen thematisieren. Zur Teilnahme aufgerufen waren sowohl die Klassenstufen 8-10 als auch die Kursstufen der Rottweiler Schulen. Einsendeschluss für die Arbeiten war der 11.11.2018. Mit insgesamt 38 abgegebenen Arbeiten wurden die Erwartungen der Mitglieder des Aktionsbündnisses übertroffen. „Insgesamt haben weit über 120 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 teilgenommen. Markus Lanz würde dazu nur sagen: Sensationell.“, meinten Norbert Wölbl und Martin Weiss, die vor allem die Entwicklung des Konzeptes vorantrieben. Am Dienstag wurden die Preise für die von einer Jury ausgewählten Arbeiten übergeben. Bernd Pfaff, Fachbereichsleiter der Stadt Rottweil, der mit Norbert Wölbl, Prof. Frank Huber, Stefan Roth, Georg Hauser (alle Narrenzunft Rottweil) und Josef Bronner (Polizeidirektion) in der Jury saß, erklärte: „Die Auswahl der zu prämierenden Arbeiten war extrem schwer, da alle eingereichten Werke die Aufgabenstellung toll lösten. Aber es kann halt nur einen Gewinner geben.“ Am Dienstag wurden in der Hauptstrasse 1 die Preise im Gesamtwert von 1.500 Euro an die Sieger verteilt. In der Klassenstufe 8-10 gewann in der Kategorie Kurzfilm eine Produktion von Daniel Riesterer und Lisa Binder vom Leibniz-Gymnasium. In der Kursstufe  belegten Raphael Steinwandel und Robin Herrmann vom Droste-Hülshoff-Gymnasium den ersten Platz. In der Kategorie Plakate gewann in der Klassenstufe 8-10 Shona Breitbarth von der Realschule und in der Kursstufe konnten Jasmin Wolfarth und Annika Baumann vom EHG/TG den ersten Preis in Empfang nehmen. Wölbl von der Narrenzunft Rottweil überreichte im Beisein der Direktoren der vier Schulen die Preise im Rahmen eines feierlichen Aktes. Wie die Veranstalter zu verstehen gaben, soll in 18 Monaten der Golden Guller wieder ausgeschrieben werden.

Klassenstufen 8-10

Kategorie Plakat:

Platz 1: 200 Euro geht an Shona Breitbarth, Realschule, Klasse 8

Platz 2: 150 Euro geht an die Klasse 9e, Realschule (Titel: „Spiel nicht im falschen Film“)

Platz 3: 100 Euro geht an Klaudia Rumijewski, Konrad-Witz-Schule

Kategorie Video / Trailer:

Platz 1: 200 Euro geht an Daniel Riesterer & Lisa Binder (+ gesamtes Team), Leibniz-Gymnasium

Platz 2 und 3 wurden nicht vergeben

 

Klassenstufen 11-13

Kategorie Plakat:

Platz 1: 200 Euro geht an Jasmin Wolfarth & Annika Baumann, Erich-Hauser-Gewerbeschule TG KS 2

Platz 2: 150 Euro geht an Anton Telegin,Irem Belik; Vivian Bantle;Malte Fuchs; Hannes Bader;Luca Breisinger;Marius Möhle; Erich-Hauser-Gewerbeschule TG KS 2

Platz 3: 100 Euro geht an Meike Kowalski, Erik Kramer, Madlen Kumle, Droste-Hülsoff-Gymnasium, KS 2

Kategorie Video / Trailer:

Platz 1: 200 Euro geht an Raphael Steinwandel & Robin Herrmann Droste-Hülsoff-Gymnasium, KS 2
Link zum Video bei youtube

Platz 2: 150 Euro geht an Sailer, Rieger, Heidepriem, Erich-Hauser-Gewerbeschule TG KS 2
Link zum Video bei youtube

Platz 3: 100 Euro geht an Michelle Drong, Erich-Hauser-Gewerbeschule TG KS 2

Goldener Guller 2014

Aaron Mayer und Nick Frank aus Rottweil.

Link zum Siegervideo bei youtube

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Larve n`ab  in der Innenstadt
Rottweil gehört zu den Hochburgen der schwäbisch-alemannischen Fasnacht. Tausende strömen an der Fasnet ins Städtle, um dem Treiben der Narren zuzusehen, die sich ansonsten in der Vorfasnetszeit ziemlich rar machen. Die Rottweiler Narrenzunft gehört keinem der närrischen Dachverbände an, in denen sich die Zünfte im schwäbisch-alemannischen Raum zusammengeschlossen haben. Und die Rottweiler Narren fehlen auch bewusst bei den vielen Narrentreffen, die landauf, landab an den Wochenenden vor Fasnacht stattfinden.

Trotz oder gerade wegen der Einschränkung der närrischen Aktivitäten auf die Kernstadt sind die Bürgersleute stolz auf ihre Fasnet. Der Stolz, den die Rottweiler für ihr Fasnet empfinden, hat aber auch etwas mit der Tradition zu tun, die jede Fasnet wieder gelebt wird; man kann sich von ihren Regeln und Ritualen tragen lassen. Wichtig zum Verständnis der Rottweiler Fasnet ist,  dass diese nicht Sache eines Vereins unter vielen anderen und schon gar nicht Hobby von einzelnen Brauchtumspflegern ist. „Die Regeln und Rituale stellen vielmehr ein Jahr für Jahr gemeinschaftlich gelebtes Ereignis dar, dem viele entgegenfiebern und das nachher für Wochen Gesprächsstoff bietet“, meint Zunftschreiber, Frank Huber. Ergänzend fügt der 1. Narrenmeister, Christoph Bechtold hinzu: „Die Rottweiler Fasnet lebt eben von einem Jahrhunderte alten Code, den ein Außenstehender allerdings kaum wirklich knacken kann.“. Zu diesen Regeln gehört der schwäbische Dialekt, der beim Aufsagen eine Rolle spielt, da sind die Anspielungen auf stadtbekannte Personen und Ereignisse und da ist der Mutterwitz, der Niemand zu Leid und jedem zur Freud sein soll. Zu den wichtigsten Gesetzen der Rottweiler Fasnet überhaupt aber gehört, dass der Narr in der Öffentlichkeit nie seine Larve abnimmt oder lüftet. Sich mit gelupfter Larve im Lokal oder in der Innenstadt für jedermann zur Schau zu stellen, steht in diametralen Widerspruch zur Uridee der Fasnet – nämlich der Vermummung. Damit dieses kulturelle Erbe nicht verscherbelt wird, wäre es schön, wenn sich stattdessen alle Narren an diese Urvätersitte wieder erinnern würden. Auch die Narrenzunft Rottweil will sich wieder verstärkt in den nächsten Jahren diesem Thema ins widmen. Die Narrenzunft Rottweil lobt deshalb den diesjährigen Aktions- und Medienpreis „Goldener Guller 2014“ zu dem Thema Vermummung aus. Dieser Preis würdigt Plakate und Videoclips von Personen, die die „Vermummung an der Fasnet“ künstlerisch bearbeiten.